Wie gestalte ich den Hintergrund meiner Videos?

Wie gestalte ich den Hintergrund meiner Videos?

Fragst du dich, wie du wirklich gute Videos machen kannst, um als Experte auf deinem Gebiet sichtbar zu werden? Vielleicht machst du bereits Videos und weißt nicht, wie du eine Ästhetik hinbekommst, mit der du dich wirklich von anderen abheben kannst?

 

Lerne, wie du mit dem Smartphone dein erstes Video drehst.

Interessanterweise gibt es kaum deutschsprachige Videos zum Thema „guter Hintergrund für Videos“. Mir scheint, dass wir da etwas hinterher hinken, denn die Suche nach englischsprachigen Videos zum Thema mit Stichworten wie „Backdrop“ oder „DIY YouTube Studio“ liefern zahlreiche Resultate! Ist das Nachdenken über einen aussagekräftigen Bildhintergrund im deutschsprachigen Raum noch nicht angekommen?

Ich denke es wird höchste Zeit, sich ein paar Gedanken hierzu zu machen! In diesem Video spreche ich deshalb darüber, wie ein gelungener Bildhintergrund für dich sprechen kann, noch bevor du selbst den Mund aufmachst.

Gute Video Hintergründe zu finden ist manchmal nicht leicht. Wie kannst du also Videos machen, wenn du keinen guten Raum zum Filmen hast?

Wenn dich diese Frage auch beschäftigt, schlage ich dir eine einfache Lösung vor:

Filme mit einem sogenannten “Backdrop” (zu deutsch: “Hintergrund”).

Was genau ist ein “Backdrop”?

Gemeint ist damit eine rollbare Leinwand, die entweder feste an der Decke montiert wird, oder auf einem Gestell, das du relativ schnell auf- und wieder abbauen kannst.

Falls du dir darunter nichts vorstellen kannst, gib mal die Wortkombination “Video Backdrop” bei Amazon ein.

Diese “Backdrops” gibt es in ganz unterschiedlichen Designs, zum Beispiel auch in Beton- oder Holzoptik, und in allen Farben des Regenbogens.

Welche Farben sich am besten für dich zum Filmen eignen, bespreche ich anhand von ganz konkreten Beispielen mit TINE KOCOUREK, EXPERTIN FÜR FARBE IM RAUM.

Kleiner Spoiler: Es kommt darauf an, ob du eher ein heller oder dunkler Typ bist 😉

Was ist die beste Variante für deinen Hintergrund für Videos?

Ganz ehrlich: Wenn du die Möglichkeit hast, rate ich dir, in einem “echten” Raum zu filmen und zwar am besten in dem Raum, in dem du auch neue Klienten oder Kunden empfängst. Das schafft nämlich ganz viel Vertrauen im Voraus!

Außerdem hast du so die Chance, deinen Interessenten ganz nebenbei wichtige Informationen über dich zu vermitteln. Der Hintergrund für Videos gibt deinen Zuschauern einen Eindruck über deinen Geschmack (Einrichtung und Farbgebung im Raum), deine Interessen (das Meditationskissen im Hintergrund) und wer dich inspiriert (die Bücher in deinem Regal).

All das sind mögliche Berührungspunkte, die dafür sorgen werden, dass die richtigen Menschen zu dir finden.

Es hat aber nun mal nicht jeder einen solchen Arbeitsraum und manche Räume eignen sich einfach so gar nicht zum Filmen. Wenn das bei dir der Fall ist, sehe ich lieber Videos von dir mit “Backdrop”, als gar keine 😉

Also: Lass dich von Tines Expertenwissen inspirieren (ein paar Extra Tipps zum Thema Licht von mir gibt’s auch noch).

Worüber solltest du dir vor dem Kauf eines Backdrops Gedanken machen?

Achte sehr genau auf deine Farbwahl. Vielleicht weißt du schon, welche Farbe dir gut steht? Der Trick besteht jetzt darin, einen helleren Ton genau dieser Farbe zu wählen. So bleibt der Hintergrund für dein Video nämlich genau da, wo er sein soll: im Hintergrund.

Der zweite Tipp bezieht sich auf die Kontraste. Das Gesamtbild sollte nicht Ton-in-Ton sein, denn so hebst du dich nur schwer vom Hintergrund ab. Behalte die Hell-Dunkel-Kontraste immer im Auge, damit DU im Vordergrund stehst. Ein gutes Beispiel hierfür sind dunkle Haaren auf einem hellen Hintergrund.

Und zuletzt geht es beim dritten Tipp um die Warm-Kalt-Kontraste. Zu den kalten Farben zählen Blau, Lila und Grün, während Gelb, Orange und Rot zu den warmen Farben zählen. Idealerweise hast du in der Gesamtkomposition beides, warme und kalte Elemente. Es muss übrigens nicht immer ein großer Farbtupfer sein, ein roter Lippenstift reicht schon aus, um dem Gesamteindruck etwas Wärme zu verleihen.

Ganz wichtig: Achte bei jeder deiner Entscheidungen darauf, dass nichts von deinem Gesicht ablenkt!

Gibt es noch weitere Alternativen zu den fertigen Backdrops?

Du findest keinen Backdrop der dir gefällt? Dann ist vielleicht die DIY-Variante als Videohintergrund etwas für dich, zum Beispiel mit Fototapete. Die Erstellung ist denkbar einfach, denn alles, was du dazu brauchst ist eine Holzplatte aus dem Baumarkt (z. B. eine Muliplexplatte) zum Tapezieren, Tapetenkleister und die Fototapete deiner Wahl.

Eine zweite DIY-Option in Betonoptik ist ebenfalls recht einfach zu bauen. Hierzu brauchst du eine große Leinwand, Spachtelmasse und Acrylfarbe in zwei verschiedenen Grautönen. Im ersten Schritt verteilst du die Spachtelmasse auf der Leinwand, und nach der Trocknungszeit wird noch einmal drüber gepinselt und schon hast du es geschafft. Du kannst diese Variante auch super in anderen Farben nutzen, wenn du einfach nach einem Hintergrund mit leichter Struktur suchst.

Natürlich kannst  du bei beiden Varianten auch mit Scharnieren arbeiten, so dass du deinen Hintergrund einfach zusammenfalten kannst, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Das spart dir jede Menge Platz beim Verstauen!

Und denk daran: Wenn du mit deinem Smartphone oder einem weitwinkligen Objektiv filmst, nimmt deine Kamera sehr viel vom Hintergrund mit auf. Achte deshalb bei diesen beiden Varianten darauf dass dein DIY-Hintergrund nicht zu klein gerät.

Greenscreen: Der Allrounder auf dem Gebiet Hintergründe für Videos?

Eins gleich vorab: Ich bin kein Fan von Greenscreens und ich arbeite nicht damit. Ich erkläre dir auch gleich warum.

Die Arbeit mit sogenannten „Greenscreens“ funktioniert in der Theorie so: Du stellst deinen Greenscreen irgendwo auf und stellst oder setzt dich selbst zum Filmen davor.

In der Nachbearbeitung kannst du den Grünton „löschen“ und stattdessen ein anderes Video oder Standbild als Hintergrund einsetzen.

Praktisch ist es so, dass es sehr, sehr schwierig ist, so mit einem Hintergrund zu arbeiten, dass man es im fertigen Video später nicht sieht.

Wenn der Greenscreen zum Beispiel nicht gut gehängt und ausgeleuchtet ist, kann es sein, dass er sich in der Nachbearbeitung nicht problemlos löschen lässt.

Ein anderer Fehler, den ich bei Laien bisher IMMER sehe: Um die Person vor dem Screen herum liegt ein grünlicher Schimmer.

Und dann ist da noch die riesengroße Herausforderung, dass der Mensch so ausgeleuchtet sein muss, dass es genau zum nachträglich eingesetzten Hintergrund passt.

Profis können den Raum, die Person und den Greenscreen selbst perfekt ausleuchten. Deshalb kommen Greenscreens in professionellen Filmen häufiger zum Einsatz. An dieser Stelle ist mir wichtig zu sagen: Die Leute, die das können, sind ausgebildete Beleuchter, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Filmsets auszuleuchten! (Ja, diesen Beruf gibt es beim Film ;-))

Ich hatte inzwischen schon mehrere Kund*innen, die – obwohl ich davon abgeraten habe – unbedingt mit diesen Screens arbeiten wollten. Sie sind leider immer daran gescheitert und irgendwann auf einen anderen Hintergrund umgestiegen.

Es ist einfach schade, viel Zeit auf ein Setup zu verwenden, das am Ende nicht gut aussieht. Deshalb rate ich dir: Finger weg von Greenscreens!

Und jetzt liegt es an dir...

Wenn du dieses Video geschaut hast, verrate mir in den Kommentaren: Hast du darüber nachgedacht, wie dein Bild – abgesehen von dir selber – aussehen soll? War dir bewusst, wie viel du für dich rausholen kannst, indem du etwas Zeit investierst, um einen Hintergrund zu gestalten, der für dich spricht?

Teile gerne Links zu anderen Videos, bei denen dir der Bildhintergrund besonders gut gefällt!

Ich freue mich auf dein Feedback und deine Gedanken zum Thema.

Es grüßt dich herzlich, 
deine Beatrice 

Gib hier deine Überschrift ein

Gratis Video-Tutorial

Lerne, wie du mit dem Smartphone dein erstes Video drehst!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hol dir dein Mini-Tutorial: So drehst du mit deinem Smartphone und günstigem Zusatz-Equipment dein erstes Video!

Fülle das Formular aus und du erhältst mein Mini-Tutorial per E-Mail.

Du meldest dich auch zu meinem wöchentlichen Newsletter an, in dem du hilfreiche Tipps zum Thema “Videos selber machen” bekommst. Natürlich kannst du dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden! Weitere Informationen zur Nutzung deiner Daten findest du hier.